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Augenlasern & Trockene Augen

Warum die richtige Vorbereitung entscheidend ist

Das Augenlasern ist für viele Menschen eine attraktive Möglichkeit, sich dauerhaft von Brille oder Kontaktlinsen zu verabschieden. Die Aussicht auf ein Leben ohne Sehhilfe wirkt verlockend – mehr Freiheit im Alltag, beim Sport und im Beruf. Doch bei aller Begeisterung sollte ein entscheidender Faktor niemals unterschätzt werden: die Gesundheit der Augenoberfläche, insbesondere im Hinblick auf trockene Augen.

Was sind trockene Augen?

Trockene Augen (medizinisch: Sicca-Syndrom) entstehen, wenn die Tränenflüssigkeit nicht ausreichend produziert wird oder eine schlechte Qualität aufweist. Die Folge ist eine gestörte Benetzung der Augenoberfläche.

Typische Symptome:
  • Kontaktlinsen Unverträglichkeit
  • Brennen oder Stechen in den Augen
  • Fremdkörpergefühl („Sandkorngefühl“)
  • Rötung der Augen
  • Verschwommenes Sehen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Müde oder gereizte Augen
  • Paradoxerweise auch tränende Augen

Viele Betroffene nehmen diese Symptome zunächst nicht ernst oder gewöhnen sich daran. Doch gerade im Zusammenhang mit einer geplanten Augenlaserbehandlung können sie eine zentrale Rolle spielen.

Augenlasern und trockene Augen – ein unterschätztes Risiko

Vor jeder Augenlaseroperation ist eine gründliche Voruntersuchung unerlässlich. Dabei sollte unbedingt das Ausmaß möglicher trockener Augen exakt bestimmt werden.

Warum ist das so wichtig?

Eine unbehandelte oder unterschätzte Trockenheit der Augen kann sich nach der Operation deutlich verschlimmern. Selbst wenn die Laserbehandlung technisch erfolgreich verläuft und die Sehschärfe verbessert wird, können anhaltende Beschwerden die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

In manchen Fällen berichten Patienten nach einer gelungenen Operation von ständigen Reizungen, Schmerzen oder Sehschwankungen. Dies kann so belastend sein, dass sie im Nachhinein sagen, sie hätten lieber weiterhin eine Brille getragen, anstatt sich lasern zu lassen.

Vor der Laser Operation:

Wenn Sie sich für eine Augenoperation entschieden haben, ist es ratsam, mit Ihrem Augenarzt zu klären, ob vor dem Eingriff eine spezielle Untersuchung des Tränenfilms durchgeführt wird. Es ist entscheidend, alle relevanten Informationen zu erhalten, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Es ist daher entscheidend, vor einer Augenlaserbehandlung folgende Schritte durchzuführen:

1. Diagnostik der Augenoberfläche
  • Analyse der Tränenfilmqualität
  • Messung der Tränenmenge
  • Untersuchung der Lidranddrüsen
2. Individuelle Behandlung
  • Künstliche Tränen oder spezielle Augentropfen
  • Lidrandpflege
  • Entzündungshemmende Therapien
  • Moderne Verfahren zur Stabilisierung des Tränenfilms

Erst wenn die Augenoberfläche stabil und gesund ist, sollte eine Laseroperation in Betracht gezogen werden.

Nach der Operation: Schutz und Pflege sind essenziell

Auch nach dem Augenlasern ist die Pflege der Augen entscheidend für den Heilungsprozess. Trockene Augen können sich in dieser Phase verstärken, da Nervenstrukturen der Hornhaut vorübergehend beeinträchtigt sein können.

Wichtige Maßnahmen nach der OP:
  • Regelmäßige Anwendung von befeuchtenden Augentropfen
  • Vermeidung von trockener Luft (z. B. Klimaanlagen)
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Kontrolltermine zur Nachsorge wahrnehmen

Eine konsequente Nachbehandlung sorgt nicht nur für mehr Komfort, sondern unterstützt auch eine stabile und nachhaltige Heilung.

Unser Rat:

Lassen Sie Ihre Augen vor einer geplanten Laseroperation umfassend untersuchen – insbesondere im Hinblick auf trockene Augen. Eine professionelle Betreuung vor und nach der Behandlung ist der Schlüssel zu einem sicheren und zufriedenstellenden Ergebnis.